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Wohnungseingangstüren

Wohnungsabschlußtüren (einschließlich Einfassung, Klinke und Beschläge) sind gemeinschaftliches Eigentum. Eine Ausnahme gilt nur für den Innenanstrich und die innenseitigen Türgriffe und -klinken, die Sondereigentum sind (OLG Hamm, 15 W 397/87; LG Stuttgart, 2 T 690/71).

Der Bundesgerichtshof stellte in seiner Leitsatzentscheidung zum Thema Wohnungstüren fest, dass Wohnungstüren, auch wenn sie laut Teilungserklärung dem Sondereigentum zugeordnet wurden, zwingend Gemeinschaftseigentum sind.

Der Einbau eines Türspions in die Wohnungseingangstür ist ein Eingriff in das gemeinschaftliche Eigentum, der Einbau stellt somit eine bauliche Veränderung dar, muss aber nach § 22 Abs. 1 Satz 2 WEG geduldet werden (LG Berlin, 13.07.1984, 65 S 3; zwar dort zum Mietrecht, jedoch analog anwendbar, weil Wohnungseigentümer nicht schlechter gestellt werden dürfen als Mieter vgl. insoweit OLG Frankfurt, 12.10.1981, 20 W 151/81; vgl. auch OLG Celle, 19.5.1994, 4 W 350/93 zur rechtlichen Gleichbehandlung von Mietern und Wohnungseigentümern).

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