Zur oft zitierten ordnungsgemäßen Verwaltung des Wohnungseigentums gehört auch die Aufstellung einer Hausordnung (§ 19 Absatz 2 Satz 1 WoEigG). Wünschen einzelne oder mehrere Eigentümer eine Hausordnung, muss die Gemeinschaft zur Tat schreiten.

gemeinschaftseigentum unterlassungsanspruchStreitigkeiten über den unzulässigen Gebrauch des Sonder- oder Gemeinschaftseigentums sind unter Wohnungseigentümern häufig. Zur Konfliktlösung sollte am Anfang immer das persönliche, freundliche Gespräch stehen, hiermit lassen sich viele Unstimmigkeiten und Missverständnisse schnell beseitigen. Aber was tun, wenn der Miteigentümer uneinsichtig ist? Der unzulässige Gebrauch des Sonder- oder Gemeinschaftseigentums kann dann nur auf dem Rechtsweg gestoppt werden.

 

Eine Frau geht durch einen sommerlichen Garten

Der Garten des Wohngebäudes einer Wohnungseigentümergemeinschaft ist ein klassisches Beispiel für das gemeinschaftliche Eigentum. Nicht selten kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Eigentümern. Was ist erlaubt, was nicht? Wie können Regelungen zur Gartennutzung und Gartengestaltung getroffen werden? Und wie weit gehen die Befugnisse von Miteigentümern, die Sondernutzungsrechte an Teilen des Gartens besitzen?

Ein Mietvertrag wird unterschriebenBei der Vermietung gemeinschaftlichen Eigentums an Dritte oder Miteigentümer herrscht bei Eigentümergemeinschaften viel Unsicherheit über die Rechtslage. Dabei gab der Bundesgerichtshof schon im Jahr 2000 seinen Segen. Über die Vermietbarkeit von in Gemeinschaftseigentum stehenden Räumen einer Wohnungseigentumsanlage kann im Wege der Gebrauchsregelung durch Mehrheitsbeschluss entschieden werden, soweit nicht eine Vereinbarung entgegensteht und den Wohnungseigentümern kein Nachteil erwächst (BGH, Beschluss vom 29. Juni 2000 V ZB 46/99).

 

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