Angelegenheiten der Wohnungseigentümer werden durch Beschlussfassung in der Versammlung der Wohnungseigentümer geregelt. Ist ein Eigentümer der Auffassung, dass ein Beschluss so nicht getroffen werden durfte, kann er diesen Beschluss anfechten. Ist ein Beschluss der Wohnungseigentümerversammlung unter Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen zustande gekommen, unterscheiden die Gerichte, ob ein Beschluss von vornherein nichtig ist oder erst durch ein gerichtliches Anfechtungsverfahren durch Urteil für ungültig erklärt werden muss.

Sind Sie als Eigentümer oder Eigentümerin der Auffassung, dass ein Beschluss in der Eigentümerversammlung so nicht getroffen werden durfte, können Sie den Beschluss vor Gericht anfechten. Der Gesetzgeber unterscheidet hierbei zwischen „nichtigen“ und „rechtswidrigen“ Beschlüssen. Diese feine Unterscheidung hat konkrete Auswirkungen auf die Anfechtungsfrist.

Grosse WohnungseigentumsanlageWie jeder Hauseigentümer muß auch eine Wohnungseigentümergemeinschaft Entscheidungen darüber treffen, ob das Dach saniert werden soll, Haustiere in der WEG erlaubt sind oder ob für den immer überfüllten Fahrradkeller Gebrauchsregelungen sinnvoll sind. Diese und viele weitere Entscheidungen treffen Wohnungseigentümer im Regelfall auf der jährlich stattfindenden Eigentümerversammlung, Grundlage hierfür ist § 21 Abs. 1 bis 7 des Wohnungseigentumsgesetzes.

Seite 1 von 2

© 2021 Marsch Handelsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt)
Cookies erleichtern die Bereitstellung der auf Webseiten angebotenen Dienste. Um den vollen Funktionsumfang einer Webseite zu nutzen sind Cookies oft zwingend notwendig.